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Veröffentlicht von HIGHER SPORT | Industrie & Tradition
17. August 2026 — Ein kleines, aufblasbares Boot, das sich zu einem Rucksack zusammenfalten lässt, wirkt vielleicht wie eine jüngste Erfindung – doch das Packraft blickt auf mehr als 180 Jahre Geschichte zurück. Was einst als Überlebensausrüstung für Arktis-Entdecker und Kriegspiloten diente, hat sich zu einem etablierten Abenteuerfahrzeug entwickelt – und die heutigen kommerziellen TPU-Packrafts sind eine völlig andere Spezies als ihre Vorgänger.
Das erste erkennbare Packraft wurde in den 1840er-Jahren vom britischen Offizier Leutnant Peter Halkett gebaut, der seinen »Boat Cloak« für das raue Gelände der kanadischen Arktis entworfen hatte. Aus Baumwolle hergestellt und mit indischem Kautschuk imprägniert, war er leicht genug, um als Regenmantel getragen oder als Unterlage verwendet zu werden, doch stabil genug, um Flüsse zwischen abgelegenen Seen zu überqueren. Ein Spazierstock diente gleichzeitig als zerlegbares Paddel, und ein Regenschirm konnte für das Segeln bei Rückenwind aufgespannt werden. Kleine, aus Kautschuk gefertigte Packrafts nach Halketts Entwurf begleiteten Sir John Franklins Expedition von 1845 zur Nordwestpassage und markierten damit einen der ersten dokumentierten Einsatzfälle faltbarer, aufblasbarer Boote in der Wildnis.


Der Zweite Weltkrieg verlieh Packrafts ein zweites Leben. Aufblasbare Rettungsboote aus Militärflugzeugen kamen Ende der 1940er-Jahre in Überschussläden auf den Markt, und Abenteurer entdeckten sie bald. 1952 nutzten Dick Griffith und seine Frau ein Rettungsboot der US-Luftwaffe, um Mexikos Copper Canyon hinabzufahren – die erste dokumentierte Wildflussfahrt in einem Packraft durch einen Amerikaner. Später brachte Griffith das Konzept nach Alaska, wo der Alaska Mountain Wilderness Classic zum Keimzeller des modernen Packraftings wurde. Während der 1970er- und 1980er-Jahre verfeinerten Hersteller wie American Safety und Curtis Designs das Design, und der Sherpa – das erste Packraft, das für echte Flüsse konstruiert wurde – debütierte Mitte der 1980er-Jahre.
Im Jahr 2000 durchquerte der Abenteurer Thor Tingey die Brooks Range in Alaska auf einer 600 Meilen langen Strecke und bat seine Mutter Sheri Tingey, eine ehemalige Outdoor-Bekleidungsdesignerin, ihm ein besseres Boot zu bauen. Das Ergebnis – das sogenannte »White Boat« aus urethanbeschichtetem Nylon mit aufgebogenem Bug – revolutionierte die Packraft-Szene. Ihr Unternehmen Alpacka Raft brachte die ersten kommerziell erfolgreichen Packrafts auf den Markt, und der Sport verbreitete sich von Alaska nach Patagonien, Skandinavien und Neuseeland. Bis 2014 bewältigten Modelle wie der Alpackalypse Wildwasser der Schwierigkeitsstufe IV und verringerten damit die Lücke zwischen Packrafting und Hardshell-Kajakfahren.


Moderne Packrafts sind präzise entwickelte Produkte. Ultraleichte Modelle wiegen nur 2 kg (4,4 lbs) und lassen sich auf die Größe eines Schlafsacks zusammenrollen, während verstärkte Böden aus 840D-Material felsige Ufer problemlos verkraften, an denen frühere Vinylboote zerstört wurden. Wasserdichte TIZIP-Reißverschlüsse ermöglichen trockene Aufbewahrung im Inneren der Schläuche, und Oberschenkelgurte, Spritzdecken sowie selbstentwässernde Systeme erweitern ihren Einsatzbereich bis hin zu anspruchsvollem Wildwasser.
Als weltweiter OEM-Lösungsanbieter für Wassersport-Systeme setzt HIGHER dieses Erbe auf der Fertigungsstufe fort. Seine TPU-Packrafts werden mittels des Hochfrequenz-Thermoschweißverfahrens verbunden, wodurch molekulare Nahtbindungen entstehen, die die Klebefugenversagen der Vergangenheit ausschließen; zudem unterzieht jede Einheit vor dem Versand einem verpflichtenden Druckhalte-Test über 48 Stunden. Das Sortiment umfasst drei Serien – ultraleichte Einzel-Explorer, professionelle Hybrid-Kajaks und expeditionstaugliche Wildwasser-Packrafts – mit Optionen wie deutschen TIZIP-Fracht-Reißverschlüssen und individuellem Branding. Mit einer 24-monatigen Garantie, einer Mindestbestellmenge ab 50 Einheiten und Lieferzeiten von 20 bis 25 Tagen unterstützt HIGHER Großhändler, Distributoren, Markenagenturen und Ausrüster dabei, diese 180-jährige Geschichte in ihre eigenen Märkte zu bringen.
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